Meine Geschichte: Die Geburts-Gleichung
-
Als mein viertes Kind geboren wurde, lag ich einen Moment einfach nur da und dachte: Was, so einfach kann eine Geburt ohne Schmerzen sein?
Ich hatte bereits drei Kinder geboren. Ich wusste also genau, wie sich eine Geburt normalerweise anfühlt. Schmerzen gehörten für mich genauso dazu wie für jede andere Frau. Aber dieses Mal war alles anders. Und in diesem Moment wusste ich: Das muss ich anderen Frauen erzählen.
Obwohl meine dritte Geburt eine normale Geburt war, war sie für mich die dramatischste. Sie hatte mich innerlich gebrochen. Angst, Schmerz und Versagen waren die Gefühle und Zustände, in denen ich viele Stunden verbracht hatte. Der Tag verging, und nach all diesen Phasen war ich plötzlich bereit für einen Kaiserschnitt. Aber das sollte es nicht sein.
Die Hebamme, die mich während dieser Zeit begleitete, war im Nachhinein ein Engel für mich: Sie ignorierte meinen Wunsch. Um das Geschehen abzukürzen: Sie zog das fast vier Kilo schwere Kind einfach aus mir heraus. Das war eine ältere Italienerin, die ihr Werk genau kannte! Ich war erstaunt, und mein Sohn wurde geboren, genau der Junge, den sich meine Töchter so sehnlichst gewünscht hatten. Er hatte ein Lächeln im Gesicht und ein Strahlen in den Augen, weil er kurz danach schon hellwach war.
Leider hielt unser Glück nicht lange an. Drei Wochen nach der Geburt entwickelte sich am Nacken meines Babys Neurodermitis. Während der Schwangerschaft hatte ich ein Buch von einem Heilpraktiker gelesen, der selbst an dieser Erkrankung gelitten, sie durch die Naturheilkunde geheilt und danach sein Leben der Berufung gewidmet hatte, Menschen als Heilpraktiker zu helfen. Ich informierte mich auch darüber, wie ein Schulmediziner diese Erkrankung angehen würde. Für mich kamen Antibiotika und Kortison aber nicht infrage, da ich die Ursache verstehen und behandeln wollte.
Ich meldete mich sofort bei diesem Heilpraktiker und fuhr zu seiner Praxis, die etwa 200 Kilometer von mir entfernt war. Auf seine Empfehlung hin stellte ich die Ernährung für mein Kind völlig um. Die stressige Geburt hatte auch bei mir ihre Spuren hinterlassen. Ich konnte ihn nicht vollständig und lange stillen. Also griff ich, wie andere Mütter auch, auf die übliche Ersatzmilch auf Kuhmilchbasis zurück.
Nun sollte ich völlig auf Fertignahrung verzichten. Ich stellte zu Hause vegane Milch mithilfe eines Gerätes (Soyabella) selbst her, was anfangs eine echte Herausforderung für mich war. Dann kochte ich alle seine Mahlzeiten selbst und achtete penibel auf die Bioverfügbarkeit. Zucker war absolut tabu, denn dieser führte sofort zu Juckreiz für die nächsten drei Tage. Der Alltag mit drei Kindern war nicht einfach, ich war fast immer erschöpft.
Es dauerte ein paar Monate, bis er ganz von der Hauterkrankung befreit war. Diese Heilung an der Wurzel hat dazu beigetragen, dass er danach nie wieder solche Symptome bekam und sich als kerngesundes Kind erwies. In seiner Kindergartenzeit war er nie krank. Die Krankheitserreger der anderen Kinder konnten ihm nichts anhaben, da sein Immunsystem durch die Behandlung extrem gestärkt war. Bis heute, mit seinen 16 Jahren, genießt er ein gesundes Leben und trägt dieses Strahlen noch immer in seinen Augen.
Das war für mich eine völlig neue Erfahrung: Eine Erkrankung, mit der jedes dritte neugeborene Kind in Deutschland zu kämpfen hat, mit Naturheilkunde zu behandeln. Es war sehr arbeitsintensiv, und ich wurde oft ungeduldig, weil es eben seine Zeit dauerte. Aber ich vertraute dem Heilpraktiker. Ich kannte Fälle, bei denen Menschen diese Hauterkrankung ihr Leben lang mit sich trugen, und das wollte ich für mein Kind nicht. Daher ging ich einen Weg, dem mein Herz folgen wollte.
Ich erzähle das aus einem bestimmten Grund: Diese traumatische Geburtserfahrung und die anschließende Erkrankung hatten dazu beigetragen, dass ich eigentlich kein weiteres Kind mehr haben wollte.
Unglaublich, aber wahr: Nach zwei Jahren kam in mir plötzlich doch der Wunsch nach einem vierten Kind auf. Besser gesagt: Ich wollte unbedingt einen zweiten Sohn. Ich traute meinen eigenen Gedanken nicht, denn ich hatte mittlerweile unheimliche Angst vor einer Geburt. Aber dieser Gedanke ließ mich nicht in Ruhe. Also fing ich an, mental über das Thema Geburt nachzudenken. Ich fragte mich: Warum tut eine Geburt eigentlich weh?
Ich komme aus einem Land und aus einem Haus, in dem Religion im Leben eine große Rolle spielt. Mir kam die Frage: Wenn wir Kinder Gottes sind, dann gebären wir Frauen die Kinder Gottes. Wenn man die Sache so betrachtet, spielen wir Frauen eine riesige, ehrenhafte Rolle, und diese Tatsache verleiht uns Frauen eine höhere Stellung. Wie kann es dann sein, dass wir so etwas Göttliches mit Schmerz, nach Hilfe schreiend und unwürdig zur Welt bringen? Warum können wir das nicht mit Vertrauen, Zuversicht und einem guten Gefühl tun? Eigenständig und im Einklang mit unserem Körper, genau so, wie die Tierwelt es uns vormacht? Die Tiere machen das intuitiv. Sie wissen es einfach, weil sie die Natur kennen, ohne sie studiert oder wissenschaftlich untersucht zu haben. Nur uns Frauen fehlt diese Intuition und die Verbindung zu unserem eigenen Körper. Jede Geburt hat denselben Ausgang, aber trotzdem erleben Frauen sie jedes Mal völlig anders.
Aus einem unbekannten Grund war ich auf einmal zutiefst davon überzeugt, dass es für uns Frauen von der Schöpfung nicht vorgesehen war, bei der Geburt zu leiden. Ich glaubte fest daran. Mein neuer Glaubenssatz war: „Gott hat nicht gewollt, dass wir leiden, nur wir haben es verlernt.“ Doch dann blieb die Frage: Warum erleben so viele Frauen schmerzhafte und traumatisierende Geburten? Mit diesem Gedanken und dieser Überzeugung vergingen 15 Monate, und der Wunsch nach einem vierten Kind war immer noch da.
Für diejenigen, die sich fragen, warum ich unbedingt einen zweiten Sohn wollte, um zwei Paare zu haben: Ja, es war mir sehr wichtig, dass mein Sohn zu Hause einen Spielkameraden hat. Ich selbst bekam erst eine Schwester, als ich schon 12 Jahre alt war, das war für mich leider viel zu spät. Mir fehlt bis heute diese eine Schwester, mit der ich als Kind hätte zusammenspielen und Spaß haben können. Weil sie mir fehlte, war ich immer auf andere angewiesen, und das mochte ich nicht. Deshalb verbrachte ich meine freie Zeit doch lieber alleine. Ich malte, sang, tanzte zu Bollywood-Liedern und fing schon sehr früh an zu nähen, Ich war also sehr kreativ unterwegs. Wie es so schön heißt: Alles hat seine Vor- und Nachteile.
Naja, eines Tages wachte ich auf und hatte ein ganz eigenartiges, zutiefst positives Gefühl. Meine innere Stimme sagte plötzlich zu mir, dass ich einen Sohn bekommen und eine wunderschöne Geburt haben würde. Und im selben Moment war meine Angst vor der Geburt wie weggeblasen!
Ich wurde sehr schnell schwanger, und dann passierte etwas Unglaubliches: Zufällig stieß ich im Netz auf ein Buch namens Hypnobirthing. In diesem Buch ging es um die sanfte Geburt. Ich wurde neugierig, bestellte es sofort und verschlang es innerhalb einer Woche. Ich fand die Botschaft hochinteressant. Was für mich jedoch nicht ganz stimmig war, waren die vielen Empfehlungen und To-dos für eine selbstbestimmte Geburt, die man anhand von Selbsthypnose-Übungen gegen die Angst trainieren sollte. Aber ich hatte ja gar keine Angst mehr! Mein Inneres sagte mir, dass es da noch mehr geben musste.
Fasziniert war ich allerdings von dem Arzt, der in dem Buch erwähnt wurde und auf dessen wissenschaftlicher Arbeit das Konzept eigentlich basierte: Dr. Grantly Dick-Read. Er war ein englischer Arzt und Gynäkologe, der im Zweiten Weltkrieg in der Geburtshilfe arbeitete. Einmal wollte er einer Frau in einem Londoner Armutsviertel bei der Geburt helfen. Sie lehnte seine Hilfe jedoch ab und brachte ihr Kind stattdessen einfach, entspannt und ohne einen einzigen Schmerzensschrei vor seinen Augen zur Welt. Das war für ihn ein außergewöhnliches Erlebnis, das er so noch nie gesehen hatte. Er fragte die Frau erstaunt, ob sie denn keine Schmerzen gehabt hätte. Sie verneinte. Sie konnte ihm allerdings nicht genau erklären, wie sie das gemacht hatte. Ihre einzige Antwort war: „Ich habe nur geatmet.“
Damit konnte er leider nicht viel anfangen. Auf dem Rückweg fragte er sich unentwegt: Was hat diese arme Frau, das die reichen Frauen in den exklusiven Geburtsstationen der Londoner Krankenhäuser nicht haben? Diese Erfahrung hinterließ bei ihm einen tiefgreifenden Eindruck. Er fing an, dieses Wundererlebnis anhand der Wissenschaft zu erforschen. Nachdem er das Phänomen verstanden und erklären konnte, schrieb er ein Buch namens „Mutterwerden ohne Schmerz“. Ich war unfassbar neugierig und wollte seine Geschichte und seine Erfahrungen unbedingt durch sein Buch hautnah miterleben. Da das Buch im Handel nicht mehr käuflich war, konnte ich es über eBay im gebrauchten Zustand für sehr wenig Geld ergattern.
Ich fand sein Buch unglaublich aufschlussreich. Er beantwortete alle meine Fragen zutiefst tiefgründig. Er beschrieb den Prozess der Schmerzentstehung, wie und warum Schmerz bei der Geburt überhaupt erst entsteht. Das Interessanteste für mich war seine Behauptung: Wenn man weiß, wie der Schmerz entsteht, kann man ihn auch vermeiden. Ich liebte diese logische Gleichung! Durch mein Wirtschaftsinformatik-Studium war ich es gewohnt, logisch zu denken. Ich freute mich riesig zu erfahren, dass es eine logische und vor allem wissenschaftliche Erklärung für die Schmerzentstehung bei einer Geburt gibt.
Dr. Dick-Read beschrieb, wie der Körper einer Frau funktioniert, wie die Gebärmutter arbeitet und welche Hormone und Botenstoffe sie für den Geburtsablauf braucht, damit alles einwandfrei und ohne Verzögerung verläuft. Wenn der Körper der Gebärmutter diese ganz bestimmten Hormone liefert, wird in den Muskeln keine Spannung erzeugt und somit entsteht auch kein Schmerz. Punkt!
Wow, ich war begeistert! Ich wollte wissen: Warum produziert der Körper diese Hormone manchmal nicht? Warum verläuft jede Geburt bei einer Frau anders? Was hemmt oder blockiert die Produktion dieser bestimmten Hormone? Zum Glück wurden meine Fragen im Buch direkt weiterbeantwortet. Ich schwebte wie auf Wolke sieben. Ich hatte durch dieses Buch gerade ein Geheimnis gelüftet, das die meisten Frauen überhaupt nicht kennen und das auch ich bis dato nicht wusste. Das wird uns ja nirgends gelehrt oder weitergegeben! Wenn ich an meine Oma zurückdenke, wusste sie, genau wie die weisen Frauen von früher, intuitiv, was für sie und ihren Körper richtig war. Zumindest kann ich das von meiner Oma behaupten: Sie war Hebamme und hat ihre eigenen Kinder ganz alleine, ohne eine weitere Hebamme, zur Welt gebracht. Ich fand es wunderschön zu erfahren, dass sogar beide Großmütter von mir, sowohl von väterlicher als auch von mütterlicher Seite, Hebammen waren.
-
Nachdem ich das Buch gelesen hatte, war ich bereit für meine schmerzfreie Geburt. Das Wort „Schmerzen“ benutze ich hier für die Wehen. Denn es sind die Wehen, mit denen unser Körper uns signalisiert, dass der Geburtsprozess begonnen hat, allerdings nur, wenn sich der Körper in einem Stresshormon-Überschuss befindet. Die Wehen starten sanft und werden immer stärker. Manche Frauen haben sie für 16 Stunden, manche für mehrere Tage, und dann ist meistens der Kaiserschnitt die letzte Lösung.
Aus dem Hypnobirthing-Buch habe ich die Atemtechnik mitgenommen, allerdings komplett ohne irgendeine Musik mit Affirmationen im Hintergrund. Ich war damals in der 12. Schwangerschaftswoche. Ich saß ab da immer im Schneidersitz auf meinem Bett, mit geradem Rücken und einem Kissen dahinter. Meine einzige Vorbereitung bestand darin, zwei- bis dreimal täglich für jeweils 20 Minuten genau diesen Atem durchzuführen. Mein Fokus lag einzig und allein auf meinem Atem: Vier Sekunden lang einatmen, sechs Sekunden lang ausatmen. Mehr nicht. Meinen Gedanken habe ich in dieser Zeit keine Aufmerksamkeit geschenkt. Das war meine gesamte Geburtsvorbereitung!
Ansonsten habe ich mein Leben wie folgt gestaltet: Intuitiv habe ich mein soziales Leben stark eingeschränkt. Wenn du zwei- bis dreimal am Tag meditieren willst, ist das das A und O. Als dreifache Mutter hatte ich ohnehin genug tägliche Aufgaben zu erledigen. Da wir nach der Geburt des dritten Kindes in einen kleineren Ort umgezogen waren, hatte ich dort kaum neue Freunde, außer einer Nachbarin. Das machte mir die Vorbereitung um einiges leichter.
Nachdem ich meine Kinder in die Schule und den Kindergarten gebracht hatte, bin ich immer direkt im Kurpark spazieren gegangen. Er war so wunderschön, voller Blumen, großer Bäume und mit einem Rosengarten. Dort habe ich mich auf eine Bank gesetzt und die beiden Bücher immer und immer wieder gelesen. Ich spürte dabei jedes Mal eine tiefe Freude auf meine anstehende Geburt. Unsere Körperbiologie ist eigentlich so einfach gestrickt! Das machte mich so unglaublich glücklich, und ich war gespannt wie ein kleines Kind.
Das Essen vorzubereiten, den Haushalt zu führen und zwischendurch das Backoffice für die Firma meines Mannes zu leiten, hat meinen ganzen Tag in Anspruch genommen. Aber ich hatte eine so tiefe innere Ruhe und Vorfreude auf die Geburt, dass ich meine Aufgaben mit einer absoluten Ausgelassenheit erledigt habe. Und das ist so was von wichtig! Wenn wir unseren Alltag im Stress und mit einem Gefühl der Last bewältigen, dann produziert der Körper ununterbrochen Stresshormone. Sie erzeugen in unserem Körper Säure und Entzündungen und jede Krankheit beginnt mit einer Entzündung. Deshalb: „Embrace your daily routine!“ Ich liebe dieses englische Wort. Akzeptiere und umarme deine tägliche Routine.
Ich habe regelmäßig Basenbäder mit Lavendelöl genommen und meine Haut zwischendurch mit einer Badebürste abgeschrubbt. Durch dieses Ritual konnte ich perfekt entspannen. Mein Körper bekam das Signal: „Mir geht es gut!“ Und schon hat er angefangen, die Glückshormone wie Serotonin, Dopamin und Endorphine auszuschütten. Ganz nebenbei wurde meine Haut durch das Basenbad richtig samtweich, glatt und geschmeidig, weil die Rückfettung der Haut aktiviert wurde. Eincremen war danach gar nicht mehr notwendig.
Beim Kochen habe ich immer alles selbst gemacht, denn darin sind wir pakistanischen Frauen von klein auf bestens trainiert. Ich liebe es generell, frisches Obst und Gemüse einzukaufen. Das Zubereiten des Essens gibt mir eine tiefe Freude, bei der ich in einen fast meditativen Zustand verfalle. In diesen Momenten fängt meine Seele an, mit mir Kontakt aufzunehmen, und die besten Ideen kommen mir meistens am Herd.
Mein Rat an dich: Tue während deiner Schwangerschaft das, was du liebst! Wenn das mal nicht möglich ist, dann finde den Sinn und die Wichtigkeit heraus, warum genau diese Tätigkeit in diesem Moment wichtig ist. So lenkst du deinen Fokus weg von „Ich hasse diese Arbeit“ hin zu „Diese Aufgabe ermöglicht mir gerade...“. Es geht in dieser heiligen Zeit darum, Freude zu spüren und zwar so oft und so lange wie möglich. Alles, was dir nicht guttut, lass radikal weg! Das können bestimmte Menschen, Aufgaben oder Gewohnheiten sein. Achte immer penibel auf dein Gefühl. Wir Frauen haben es in der heutigen Gesellschaft leider verlernt zu fühlen. Viele spüren nur noch Stress, Wut und Ärger. Aber warum diese Emotionen überhaupt da sind, also was wirklich an der Wurzel dahintersteckt, wird gar nicht mehr hinterfragt.
Ich habe zum Beispiel 19 Jahre lang die Firma meines Mannes mitgeführt und das Backoffice im Homeoffice geleitet. Ich bin eine geborene Geschäftsfrau, das liegt mir einfach im Blut. Aber irgendwann fing ich an, diese Arbeit zu hassen. Ich habe mich immer gefragt, warum das so ist, obwohl ich doch bestens dafür geeignet war. Die eine Sache war, dass ich die Geschäftsentscheidungen nicht alleine treffen konnte, die aus meiner Sicht sinnvoller gewesen wären. Die zweite Sache war, dass ich keinen tieferen Sinn mehr in diesem Geschäftsbereich gesehen habe. Ich war emotional nicht mit der Aufgabe verbunden. Und das Allerwichtigste: Es hatte absolut nichts mit meinen persönlichen Lebensaufgaben zu tun, die eigentlich für mich bestimmt waren. Jeder und jede von uns hat hier auf dieser Erde eine wichtige Rolle zu spielen. Wenn wir sie verfehlen oder sie noch nicht entdeckt haben, fühlen wir uns unglücklich. Das produziert im Hintergrund permanent Stresshormone, führt zur Übersäuerung und zu Entzündungen im Körper, die wiederum Krankheiten erzeugen. Ich wiederhole das deshalb so oft, damit ihr bewusster werdet und seht, wie einfach unser Körper eigentlich arbeitet. Die wichtigste Aufgabe für uns Menschen ist es zu fühlen, dementsprechend die Lebensentscheidungen zu treffen und endlich glücklich zu sein.
-
Ihr kennt das sicher: Fast die gesamte Menschheit verdient ihr Geld für den Lebensunterhalt mit irgendeiner Arbeit, bei der sie schon morgens beim Aufstehen ein ungutes Gefühl hat. Und bäääm, schon produziert die körpereigene Cortisol- und Stresshormon-Factory genau die Botenstoffe, die unsere Gesundheit langfristig schädigen. Und dann gibt es ja noch die anderen Lebensbereiche...
Auf jeden Fall war das alles, was ich für meine schmerzfreie Geburt getan habe. Dann kam der Tag X. Und bevor ich loslege zu erzählen, wie meine Geburt ablief, muss ich noch etwas erwähnen: Ich habe in dieser Vorbereitungszeit auch etwas ganz Schlimmes erlebt. Mein Mann hatte auf reinem Vertrauen in einen neuen Geschäftsbereich investiert. Sein Vertrauen wurde missbraucht. Wir verloren sehr viel Geld und waren plötzlich hochverschuldet. Das hat mich damals so richtig aus meiner Ruhe gebracht. Natürlich habe ich mehrere Tage lang im Park geweint und die höhere Instanz um Gerechtigkeit angefleht. Aber ich habe meine Routine trotzdem nicht losgelassen! Ich glaubte fest an uns, und das gab mir den Mut und die Kraft, mich weiterhin unbeirrbar auf meine schmerzfreie Geburt vorzubereiten.
Damit will ich dir nur sagen: Das Leben und das Schicksal kommen immer mal dazwischen. Daher: Kopf hoch und weiter geht’s! Das ist eine Eigenschaft, die wir in uns kultivieren sollten. Am besten freiwillig – ansonsten erteilt uns das Leben diese Lektion irgendwann auf die harte Tour.
So, jetzt erzähle ich euch aber wirklich, ganz ohne Abschweifungen, von meiner Geburt.
An diesem einen Tag hatte ich die Kleidung für mein Baby gewaschen, gebügelt und ordentlich in den Schrank einsortiert. Alle Sachen lagen bereit. Als ich fertig war, aus dem Zimmer ging und die Tür hinter mir schloss, sagte ich unbewusst innerlich zu mir: „Jetzt kann das Baby kommen.“
In meiner Kultur wird die Schwangerschaft als eine absolut heilige Zeit betrachtet. Die Frau befindet sich im Zustand der reinen Schöpfung. Ihr Körper ist heilig und göttlich, weil sie auf der göttlichen Ebene agiert und die Aufgabe der Schöpfung selbst übernimmt. Deshalb bitten Frauen in meiner Kultur schwangere Frauen oft darum, für ein bestimmtes Anliegen zu beten. Sie glauben fest daran, dass eine Schwangere Gott in diesem Moment am nächsten ist. Wenn eine Frau während der Schwangerschaft das Schlechte konsequent meidet, also nicht über andere lästert, keinen Neid oder Eifersucht hegt, sich nur mit sich selbst und ihrer Familie beschäftigt und sich Gutes tut, dann bildet sie eine segenreiche, heilige Aura. In diesem Zustand bist du fähig, alles zu manifestieren. Und das kann man irgendwann lernen, ohne schwanger sein zu müssen, dafür gibt es auch eine Formel.
Soweit ich mich erinnern kann, ging ich danach in die Küche, räumte auf und wollte den Tag abschließen. Es war gegen neun Uhr abends, die Kinder waren schon im Bett. Kaum war ich in der Küche fertig, spürte ich plötzlich ein leichtes Ziehen auf einer Seite über der Hüfte. Meine innere Stimme sagte sofort: Es ist so weit. Es war genau eine Dreiviertelstunde vergangen, seit ich im Babyzimmer innerlich gesagt hatte, dass das Baby jetzt kommen kann! Das ist Intuition. Das ist innere Führung und die wahre weibliche Energie. Weibliche Energie bedeutet, dass wir von Geburt an darauf ausgelegt sind, auf unsere Intuition und unsere innere Stimme zu hören und mit unserer Seele in Kontakt zu treten. Aber Stress und Angst entfernen uns von dieser gottgegebenen Gabe.
Als ich dieses Ziehen spürte und felsenfest davon überzeugt war, dass der Geburtsprozess begonnen hatte, fing ich plötzlich an zu weinen. Ich erinnerte mich schlagartig an meine dramatische dritte Geburt und daran, dass ich jetzt wieder ganz allein auf mich angewiesen war. Meine Hausgeburtshebamme war zwar nett, aber sie machte auf mich immer den Eindruck, als hätte sie ihre Berufung komplett verfehlt. Sie hatte mir vorher ausdrücklich gesagt: „Ruf mich bitte wirklich erst an, wenn es so weit ist. Ich habe 45 Minuten Fahrtzeit und möchte nicht umsonst kommen.“ Als mein Mann mich in diesem Zustand sah, erinnerte er mich liebevoll daran: „Du hast dich monatelang auf eine wunderschöne Geburt vorbereitet, also mach dir keine Gedanken.“
Wir fingen an, genau nach den Angaben der Hebamme, das Bett mit Folie und Bettlaken zu beziehen, damit es trotz der Geburt geschützt war. Ich zündete im Raum Kerzen an und legte eine entspannende Meditations-CD ein. Dann legte ich mich hin und führte meine Atmung aus: Vier Sekunden einatmen, sechs Sekunden ausatmen. Da ich ziemlich müde war, bin ich dabei direkt eingeschlafen. Mein Mann legte sich neben mich, um ebenfalls zu schlafen.
Während ich im Bett lag, lief meine Atemübung im Unterbewusstsein einfach weiter. Jedes Mal, wenn die CD zu Ende ging, wurde ich kurz wach, startete die Musik neu, atmete im Rhythmus und schlief sofort wieder ein. Ich glaube, mein Mann hat diesen Rhythmus ganz unbewusst mitgemacht, denn er wachte auch jedes Mal auf, wenn ich die CD neu startete. So verlief die gesamte Nacht, bis ich gegen halb fünf morgens endgültig wach wurde. Das ist meine Schätzung, denn ich habe die ganze Nacht nicht ein einziges Mal auf die Uhr geguckt.
Ich spürte auf einmal eine ruckartige Bewegung meines Babys im Bauch, aber ich spürte keinerlei Schmerzen! Keine Wehen, die in der Eröffnungsphase des Muttermundes eigentlich üblich sind. Normalerweise setzen die Presswehen erst ein, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist, und die werdende Mutter presst wie verrückt, um das Baby durch den Geburtskanal zu schieben. So war es auch bei meinen anderen Geburten gewesen. Aber weil ich meinem Körper durch die Atmung, die Entspannungsbäder und meine tiefe innere Ruhe signalisiert hatte, ausschließlich Glückshormone zu produzieren, war meine Gebärmutter und mein Baby vollkommen entspannt. Die Gebärmutter konnte in aller Ruhe ihre Muskelarbeit erledigen und den Muttermund öffnen. Sie hatte monatelang genau die Botenstoffe bekommen, die sie brauchte, um entspannt und einwandfrei zu arbeiten. Genau deshalb konnte ich diese Nacht fast komplett durchschlafen. Die Musik und die Atmung waren mein perfektes Werkzeug, um in absoluter Harmonie zu bleiben.
-
Dann kamen diese ruckartigen Bewegungen. Da diese Situation auch für mich völlig neu war und ich keine Hebamme an meiner Seite hatte, die auf so eine sanfte Geburt spezialisiert war, meine hatte mich im Vorfeld sogar ausgelacht, als ich ihr erzählte, wie ich meine Geburt erleben wollte, war ich ganz auf mich und meine Intuition angewiesen. Ich legte mich auf die Seite und bat meinen Mann, mein rechtes Bein hochzuhalten. Eine Position, die einer Frau in einem typischen Kreißsaal wohl nie erlaubt worden wäre! Das war die einzige, aber immens wichtige Aufgabe, die mein Mann in diesem Moment für mich tun konnte.
Da er von meiner Geburts-Gleichung vorher nicht so ganz überzeugt und verständlicherweise sehr verunsichert war, hatte er keine andere Wahl, als diesen Weg einfach mit mir zu gehen. Doch die Unsicherheit siegte: Als ich die erste ruckartige Bewegung spürte, rief er heimlich meine Hebamme an. Ich habe davon erst erfahren, als ich bereits mitten im Geburtsprozess war und das Köpfchen meines Kindes spürte!
Ich fing einfach intuitiv an, sehr tiefe Atemzüge durchzuführen. Auf einmal klingelte es an der Haustür, und irgendjemand öffnete sie. Ich fragte mich im Stillen: Wer um alles in der Welt macht denn jetzt die Tür auf? Mein Mann gestand mir später, dass er mitten in der Nacht auch noch meine Mutter gebeten hatte zu kommen. Dabei hatte ich sie im Vorfeld extra aus dem Geburtsplan herausgehalten! Sie war durch ihre eigenen Lebensereignisse von Natur aus ein sehr ängstlicher Mensch, und diese Angst stand ihr in solchen Momenten immer sofort ins Gesicht geschrieben. Ich dachte nur: Super, jetzt versauen mir die beiden im letzten Moment meine Traumgeburt.
Das habe ich aber wirklich nur gedacht. In der Realität ließ ich meine tiefe Atmung keine Sekunde los. Als das Köpfchen fast geboren war, stand meine Hebamme an der Schlafzimmertür und schrie laut: „Pressen!“ Also presste ich auf Befehl, und das Köpfchen war da. Ich war in diesem Moment zwar innerlich kurz verärgert über die Störung, aber gleichzeitig war ich unendlich erleichtert und fasziniert, wie absolut genial diese Geburt verlaufen war! Andere Frauen berichten ja, dass sie bei so einer angstfreien Geburt sogar einen Orgasmus erleben, dieses finale Glücksgefühl wurde mir durch die Hektik der Hebamme, leider vorenthalten. Aber ich bin trotzdem vom ganzen Herzen dankbar: Ich hatte meine schmerzfreie Geburt im Urvertrauen erlebt!
Ich konnte es in diesem Moment nur noch nicht direkt feiern, denn der Körper und die Plazenta warteten ja auch noch in der Reihe. Am liebsten hätte ich sofort laut gejubelt und es allen Frauen dieser Welt zugerufen: Eine schmerzfreie Geburt ist genau das, wofür wir und unsere Körper von der Schöpfung geschaffen wurden! Die Schmerzen entstehen nur, weil wir uns von uns selbst entfernt haben. Wir haben verlernt, was es wirklich bedeutet, Frau zu sein und die weibliche Energie zu leben. Wir haben verlernt, auf unsere innere Stimme und unseren Körper zu hören. Dabei ist es eigentlich so einfach, wie ich es euch hier erzählt habe.
Als mein sonn schließlich vollständig geboren war, schauten mein Mann und ich uns mit riesigen Augen an. Wir waren überwältigt vor Glück, dass alles so einfach und friedlich gelungen war. Es war genau halb sechs morgens. Wenn ich die Zeit im Nachhinein erfassen müsste, hat das Baby mit seinen langsamen, pausierten und ruckartigen Bewegungen ungefähr eine Stunde gebraucht, um sanft durch den Geburtskanal zu kommen – und zwar komplett ohne Schmerzen und ohne Drama! Jedes Mal, wenn ich die Enge spürte und fühlte, dass das Köpfchen weiter ins Becken rutschen wollte, habe ich meinem Körper intuitiv genau den Platz gemacht, der mir in diesem Moment angenehm war.
Nachdem das Baby da war, ließen wir in aller Ruhe die Nabelschnur auspulsieren. Die Hebamme machte ihre Routine-Untersuchungen. Als wir als frischgebackene Eltern bereit waren, weckten wir die älteren Kinder, ganz normal, so wie wir sie auch sonst für die Schule geweckt hätten. Sie konnten es kaum fassen: Während sie friedlich schliefen, war im Nebenzimmer ihr neues Geschwisterchen geboren worden! Sie waren unendlich glücklich. Alle versammelten sich in unserem Schlafzimmer, meine Kinder und meine Mutter, hießen das neue Baby willkommen und bewunderten es ausgiebig.
Und genau in diesem magischen Moment sprach wieder diese unmissverständliche, innere Stimme zu mir: „Ich werde dieses Erlebnis mit den Frauen auf dieser Welt teilen.“ Ich werde sie inspirieren, ihnen Mut machen und ihnen die biologische und wissenschaftliche Beschaffenheit unseres Körpers nahelegen. Dieses Wissen wurde schon vor langer Zeit geschrieben, um uns wieder mit unserem Körper zu verbinden, damit wir Frauen endlich wieder wie Königinnen mit Stolz und Würde unsere Nachfahren gebären können.
Wie eine Bettlerin schreiend um Hilfe zu bitten, gehört ab jetzt der Vergangenheit an. Eine königliche Geburt in tiefem Vertrauen, in Verbundenheit mit der Natur und dem eigenen Körper, das ist die Zukunft. So sei es.
Die Biologie des Vertrauens: Wie deine Geburt im Kopf beginnt
Das klare Zielbild
Dein Nervensystem unterscheidet nicht zwischen einem echten Erlebnis und einem intensiv vorgestellten Bild. Wenn du das Bild einer friedlichen Geburt tief in dir verankerst, arbeitet dein Körper automatisch auf dieses Ziel hin.
Der automatische Erfolgsmechanismus
Du musst nicht verkrampft versuchen zu wissen, wie dein Körper das schafft. Lass den Kontrollwahn los. Dein innerer Schöpfermechanismus steuert dich ganz von selbst, sobald du ihm ein klares Ziel ohne Zweifel vorgibst.
Handeln im Urvertrauen
Vertrauen entsteht nicht durch Warten auf Beweise, sondern durch das Handeln im Hier und Jetzt. Wenn du dich innerlich bereits als die Frau siehst, die angstfrei gebärt, zieht dein Körper mit aller Kraft nach.
Wandle dieses Wissen in dein tiefes Urvertrauen
Meine Vision ist es, eine Bewegung von Frauen zu erschaffen, die die Urkraft der Geburt zurückfordern. Stell dir eine Bühne vor, auf der Frauen stehen, die genau wie du im tiefen Urvertrauen schmerzfrei geboren haben. Sie sind der lebende Beweis.
Meine Geschichte enthält bereits alle Geheimnisse, die du für diesen Weg brauchst. Ich schenke sie dir von Herzen. Wenn du das Gelernte jetzt ganz unkompliziert in deine tägliche Routine integrieren möchtest, habe ich mein persönliches Werkzeug für dich aufgenommen:
Wähle deinen Weg in dein Urvertrauen
Mein schmerzfreies Geburts-Audio (Digitales Produkt)
25 €
Die exakte Atem-Methode (4s Einatmung, 6s Ausatmung) von mir gesprochen und energetisch aufgeladen. Perfekt für deine tägliche 20-Minuten-Routine im Alltag.
Exklusive 1:1 Mentoring-Begleitung (Premium)
520 €
Wenn du spürst, dass deine Ängste sehr tief sitzen und du mich während deiner Schwangerschaft als feste Mentorin an deiner Seite wünschst, begleite ich dich ganz persönlich und intensiv.
Als Geschenk für deinen Weg: Nach deiner Buchung schicke ich dir eine liebevoll von mir zusammengestellte, exklusive Willkommens- & Ritualbox nach Hause. Sie enthält ausgewählte Werkzeuge für deine mentale Klarheit, Rituale und Visualisierungen, die dich durch deine Schwangerschaft tragen werden.
Hinweis zum Ablauf: Direkt bei der Buchung füllst du ein kurzes Anamnese-Formular aus. Nach der Zahlung öffnet sich sofort mein digitaler Kalender, in dem du deine Termine ganz flexibel selbst auswählen kannst.
(Da ich zur Zeit in einer Ausbildung befinde, ist dieses Angebot streng limitiert auf maximal 2 Plätze pro Monat).